Auf den Spuren der Yamadori-Romantiker

Es war einer dieser Tage an dem sich das Wetter im Unterland nicht gerade von seiner besten Seite zeigte. Doch als wir von Bern Richtung Bergen fuhren wurde es immer besser. Am Ziel angekommen, zeigte sich der Herbst mit all seinen farbigen Facetten in voller Pracht. An diesem wunderbaren Tag bin ich mit meine Bonsai-Jungs in die Berge zum Yamadori sammeln gefahren.

In Diemtigen, bei Franz Hildbrand, lauschten wir bei Gipfeli und Kaffe den theoretischen Ausführungen die uns Franz mit seiner lockeren Art und auf eindrücklich Weise vermittelte.

 

Hungrig nach Mehr, sind wir in Richtung das Yamadori Zielgebit aufgebrochen. Das Tal das wir besuchten, hatte etwas Magisches an sich. Die stille die wir hier fanden ist unvergleichlich, einfach nur Ruhe! Nachdem wir uns etwas verpflegt hatten, sind wir losgelatscht, auf der Suche nach dem "per-fekten" Baum. Na ja, nicht ganz aber trotz-dem sammelten wir sehr gutes Baummate-rial.



Nachdem jeder von uns ein Bäumchen oder zwei ausgegraben hatte, fuhren wir wieder nach Diemtigen zu Franz. Hier konnten wir unter sachkundiger Anleitung unsere "Schätze" in Schalen eingetopft und das Grün etwas zurückschneiden. Dort müssen die Bäume nun mindestens 4 Jahren aus-harren bevor mit der Gestaltung begonnen werden kann.

 

Bonsai als Hobby ist wunderschön. Die Kunst mit dem Baum in der Schale, der Kunst die Natur auf einer Hand zu halten, aber vor allem die Kunst der Geduld.

 

Unbezahlbar war der Tag den ich zusammen mit den Jungs der Bonsaifreunde Emmental in der Stillen Bergwelt des Berner Oberland verbringen durfte.

 

Melanie Walzer (Kartönchen)



Fotos Melanie Walzer