Nach der Sommerpause

Nachdem wir die durchzogenen Sommerferien hinter uns haben, können wir mit frischem, Elan an unser erstes Treffen nach den Ferien. Doch leider traf der erwartete Ansturm nicht ein.

Das interessante Thema "Kiefern: Nadeln zupfen" konnte lediglich 3 unserer Mitglieder zum Treffen animieren. Die restlichen Bonsaifreunde waren aus verschiedensten Gründen verhindert und bedauerten das Fehlen am Treff.

Trotz der minimalen Besetzung wurde dessen ungeachtet dem vorgegebenen Themenbereich volle Beachtung geschenkt und die einen oder anderen alten Nadeln mussten weichen.

Nun noch einige Grundsätze beim Nadel zupfen (schneiden) die aus verschiedenen Quellen stammen:

Das zupfen der Nadeln bei Kiefern kommt dem Blattschnitt bei Laubbäumen nahe. Wir möchten jetzt vor allem die alten Nadeln auszupfen. Achtung, der Baum wird dadurch etwas geschwächt, wie dies auch bei einem Blattschnitt der Fall ist. Deshalb nur bei gesunden und kräftigen Bäumen die Nadeln zupfen.

Zweck des Auslichtens der Nadeln ist mehr Licht in den Innenbereich des Baumes zu bringen. Dadurch wird die Knospenbildung gefördert, die innen liegenden Zweige werden gestärkt und das Drahten wird wesentlich vereinfacht.

Das Entfernen der Nadeln soll nicht in allen Regionen des Baumes gleich sein. Die Krone und die äusseren Astregionen sind am fittesten und können auf 4 bis 5 Nadelpaare reduziert werden. Bei schwachen Ästen, meistens innenliegend und im unteren Bereich wird auf 7-8 Nadelpaare ausgelichtet.

Vorsicht ist bei der Mädchenkiefer (5nadlige Büschel) geboten, hier sollten die Nadeln mit der Schere abgeschnitten werden. Damit wird die Gefahr der Verletzung der Rinde minimiert.